Baumerhalt bei der Rheindammsanierung in Mannheim

Kahlschlag bei Sanierung geplant

Der Rheinhochwasserdamm im Mannheimer Waldpark soll saniert werden. Nach den bestehenden Plänen des Regierungspräsidiums Karlsruhe soll dies in Erdbauweise geschehen. Das bedeutet, dass auf einer Fläche von 7 Hektar mehrere tausend Bäume gefällt werden müssten.

Wald sorgt für Klimaresilienz

Einen überflüssigen Holzeinschlag kann sich die Stadt mit ihrer Lage in der ohnehin stark hitzegefährdeten Rheinebene aber sicher nicht leisten. Wälder nehmen eine wichtige Funktion als Wasserspeicher, Luftfilter und in der Bindung von CO2 ein. Um der Klimakrise möglichst resilient zu begegnen und unsere Lebensgrundlage zu sichern, müssen Wälder wo immer möglich erhalten werden.

Alternative: Spundwandbauweise

Dabei liegt eine Alternative längst vor. Die Bürger-Interessen-Gemeinschaft (BIG) Lindenhof hat in Zusammenarbeit mit Experten eine alternative, auf Spundwandbauweise basierte Lösung erarbeitet. Damit könnte nicht nur der Baumbestand weitgehend erhalten bleiben. Damit kann der – durch die Klimakrise zunehmend wichtigere – Hochwasserschutz sogar verbessert. Noch dazu könnten so die Bauzeit deutlich verkürzt und die entstehenden Kosten voraussichtlich gesenkt werden.

KlimalisteBW unterstützt Plan für zukunftsfähige Sanierung

Der Ortsgruppe Rhein-Neckar der KlimalisteBW spricht sich daher entschlossen gegen das blinde Weiterverfolgen der bestehenden Pläne des Regierungspräsidiums aus. Stattdessen fordert sie den Gemeinderat auf, die von der BIG vorgeschlagene alternative Sanierung eingehend zu prüfen. Gleichzeitig weist die KlimalisteBW auf die durch die BIG organisierte Möglichkeit der Bürgerbeteiligung hin, die nach der Sommerpause auf deren Webseite zu finden sein wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.